Twitter ist mittlerweile weit mehr als eine reine Informationsplattform und auch in der Pokerwelt ist der beliebte Dienst zum Austausch von Neuigkeiten nicht mehr wegzudenken. Insbesondere bei der World Series of Poker nutzen Teilnehmer das soziale Netzwerk, um es als weitere Waffe in ihr Trickarsenal mit aufzunehmen.

Zum Auftakt der WSOP war die Diskussion, inwiefern Chip-Counts in den frühen Phasen eines Turniers wirklich von Interesse sind, im vollen Gange. Tatsächlich lässt sich darüber streiten, ob die Welt erfahren muss, dass man im zweiten Level eines Turniers mit weit mehr als 1000 Spielern gerade von 80 auf 87 Big Blinds aufgestiegen ist.

Derweil haben sich aber viele Top-Spieler mit Twitter ein weiteres Tool angeeignet, um die Gegenspieler am Tisch in die Irre zu führen. Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Spieler während eines Turniers früher oder später zum Smartphone oder iPad greift. Gerade für die vielen Online-Spieler, die im Sommer nach Las Vegas pilgern, bietet ein schneller Abstecher in die Welt des Internets eine willkommene Abwechslung zu der eher langsamen Dynamik des Live-Spiels. Immer häufiger ist der erste Anlaufpunkt dabei Twitter.

Natürlich haben viele live poker spieler auch auf Twitter eine mehr oder minder große Fangemeinde, die nach Updates lechzen, aber da auch der Feind mitliest, kann man ihn auf verschiedenste Art und Weise subtil auf die falsche Fährte locken. Lügen ist am Pokertisch bekanntlich erlaubt und wer dem Gegner über Twitter eine als Chip- oder Hand-Update getarnte Fehlinformation unterjubeln kann, sichert sich so für den weiteren Verlauf vielleicht einen wichtigen Vorteil – und bei den immer stärker werdenden Feldern nimmt man schließlich jede Edge gerne mit.r is